sendsor forscht im Bereich Früherkennung von Sensor-Technologie, Exazerbationen und Bewegungsmonitoring

Forschung ist die Grundlage der Geräteentwicklung. Zu Beginn steht das Bedürfnis, einen Heilungsprozess bzw. Therapieprozess zu verbessern. Aus der Idee wird ein Patent, aus dem Patent wird ein System. Die klinische Validierung medizinischer Geräte benötigt Jahre, bis schließlich ein ausgereiftes Produkt entsteht.

In diesem Zusammenhang unterstützt die sendsor GmbH zurzeit folgende Forschungsschwerpunkte:

 

Bewegungsmonitoring

Bewegungsmangel und falsche Ernährung sind in der heutigen Zeit eine häufige Ursache für Lungen- und Gefäßerkrankungen. Qualität, Intensität und Umfang körperlicher Bewegung haben eine große Bedeutung in der medizinischen Diagnostik und verfügen über erheblichen Einfluss in Prävention und Therapie. In der Medizin und im Leistungssport werden zur Dokumentation der jeweiligen Bewegungsabläufe oftmals Tagebücher und Fragebögen verwendet. Allerdings sind bei diesem Vorgehen die Ergebnisse subjektiv.

Ein digitales Monitoring-System zur Messung körperlicher Aktivität soll Langzeit- und 24-Stunden-Messungen ermöglichen, im klinischen und privaten Umfeld einsetzbar sein und unabhängig von der Physiologie und Krankheit des Patienten hochqualitative Daten erzeugen.

Unter Berücksichtigung dieser Ansprüche hat die sendsor GmbH ein Basissystem entwickelt, durch welches die langfristige Messung und Bewertung von Bewegungsabläufen und Bewegungsarten ermöglicht wird. Dieses System wird am Fuß des Patienten angebracht, um Bewegung und Körperhaltung automatisch zu klassifizieren, wodurch selbst sehr langsame Schritte erkannt werden können.

 

Früherkennung von Exazerbationen

Unter einer Exazerbation wird ein Ausbruch eines Krankheitsschubs bei chronisch verlaufenden Erkrankungen verstanden, wobei der genaue Zeitpunkt einer Exazerbation in der Regel nicht vorhersagbar ist. Bei chronischen Lungenerkrankungen kann sich eine Exazerbation in einem rapiden Abfallen der Lungenleistung des Patienten äußern, sodass dieser beispielsweise nur sehr schwach und flach atmen kann. Derartige Exazerbationen können bei einer schweren Lungenerkrankung lebensbedrohlich werden und gehen häufig mit Angstzuständen der Betroffenen einher. Bei einer Vielzahl von Lungenerkrankungen kann die Früherkennung des Auftretens einer Exazerbation die Lebensqualität der Patienten erheblich steigern. Zudem besteht so die Möglichkeit, früh genug Gegenmaßnahmen zu ergreifen. In diesem Zusammenhang hat sendsor GmbH ein Patent angemeldet, um exazerbationsrelevante Parameter zu erfassen. Diese Entwicklung enthält eine Spirometereinheit, eine Aktivitätsmesseinheit und eine Auswertungseinheit. Dabei dient die Spirometereinheit zur Messung der Lungenatmung des Patienten. Die Aktivitätsmesseinheit misst, wie viel sich der Patient bewegt. Die Auswerteeinheit speichert alle erreichten Ergebnisse und stellt sie für einen späteren Abruf bzw. eine folgende Datenverarbeitung bereit.

Die Betrachtung von Veränderungen dieser Werte über Tage und Wochen hinweg kann die Diagnose eines Arztes bzw. die Prognose einer Exazerbation im Rahmen einer Lungenerkrankung ermöglichen. Da die Korrelation der Lungenwerte und der Bewegungsaktivität des Patienten erstmalig berücksichtigt wird, sorgt diese Entwicklung für weitaus verlässlichere Prognosen bzw. Diagnosen.

 

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Sensor-Technologien

Neuartiges Verfahren zur Herstellung eines Hitzdrahtanemometers
Ziel der Entwicklung dieses Verfahrens war es, das Gesundheitswesen durch den Einsatz von mobilen, medizinischen Sensoren für den Patienten transparenter zu gestalten und somit ein Plus an Lebensqualität zu erzielen. Die sendsor GmbH hat einen Sensor zur Gasdurchflussmessung zum Patent angemeldet, der es ermöglicht, die Lungenfunktionsprüfung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zudem findet dieses Verfahren in sehr vielen weiteren Bereichen, wie im industriellen Umfeld (Klimatisierung, Gasflussregelung, Windkanal), als auch im privaten Umfeld (Haussteuerung) Verwendung. Die Vorteile des Messprinzips gegenüber herkömmlichen Gasmassenflusssensoren sind ein größerer Messbereich und eine höhere Messgenauigkeit vor allem bei niedrigeren Flüssen.
Das Sensorelement besteht aus einem metallisierten Polymerträger, auf welchem per Laserablation entsprechende Sensorstrukturen erzeugt werden. Die Metallisierung kann einerseits mittels Galvanotechnik, oder aber auch durch direktes Aufbringen einer Metallfolie erfolgen. Durch den Einsatz eines Lasers wird hier ein hoher Grad an Flexibilität ermöglicht, welcher sowohl in der Forschung als auch in der Umsetzung kundenspezifischer Anforderungen zum Tragen kommt. Auf dieser Basis ist es künftig darüber hinaus möglich, andere Sensoreinheiten herzustellen, die nebst der Masseflussmessung in Gasen auch für die spezifische Detektion und Klassifikation von Gasen selbst eingesetzt werden können. Mit einer anderen Betreibung von Planarsensoren soll es künftig auch möglich sein, andere Inhaltsstoffe in Atemluft, wie beispielsweise längere Peptidketten, zu detektieren.

sendsor Forschung in Medizintechnik und Asthma-Therapie
Speziell entwickelte Sensoren für die Medizintechnik durch die sendsor GmbH